Unsere Verantwortung für eine heile Welt
Den Traum von der heilen Welt, viele träumen ihn. Doch haben wir überhaupt einen Einfluss auf die heile Welt? Sind wir damit nicht überfordert? Ist die Herausforderung nicht zu groß? Können wir diesem Traum nicht nur ohnmächtig gegenüber stehen?
Beginnt die Welt beim anderen, dann wird die Vision einer heilen Welt wohl unerreichbar bleiben. Beginnt die Welt aber bei uns selbst, so werden sich mit jedem Tag neue Möglichkeiten auftun, um unsere Welt lebenswerter zu gestalten.
Die Welt ist zu aller erst unser Lebensraum, unser persönliches Umfeld. Wer vorm Fernseher ins Elend der weltweiten Nachrichten blickend die Verantwortung abgibt, verspielt sein Mandat auf die eigene heile Welt. Jeder ist für seine Welt verantwortlich. Mit der Selbstverantwortung kommt schließlich die Gestaltungskraft zurück; zurück in die eigene Lebenswelt. Jede Region ist Teil der Welt und jedenfalls die Lebenswelt tausender Bürger. Regionen heilen wie Menschen, durch das Erkennen der Ursache und des Heilungsweges. Regionen tut, so wie Menschen, die tägliche Wertschätzung gut.
Das lateinische Wort „benedicere“ bedeutet segnen und heißt wörtlich übersetzt „Gutes sprechen“. Der Segen gilt seit jeher als innig erbetener Schutz und beflügelt die Kräfte. Die heile Welt beginnt beim Wort als Ausdruck der Gedanken. Dem Wort folgen Taten. Das Tun ist die Basis für die Gewohnheit. Die Gewohnheit formt den Charakter. Der Charakter schließlich bestimmt das Schicksal. So steht es im Talmud.
Eine neue, segnende Sprache wandelt das regionale Bewusstsein. Einer ganzen Region ihren Wert und ihre Würde zurückzugeben, schafft die solide Basis einer neuen Lebensqualität, die nicht nur auf Materiellem baut, sondern die Region als ganzheitlichen, wertvollen Lebensraum erkennt. Das spüren Bürger wie Gäste. Die Wahrnehmung des Lebensraumes und der ihm innewohnenden Lebenskultur bestimmen den wichtigsten Teil der Welt der Menschen, jenen Teil, in dem sie ihr Leben verbringen.
Mahatma Gandhi brachte die Selbstverantwortung auf den Punkt: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für die Welt.“ Jeder, der sich um seine Welt – um seine Region – annimmt, darf auf die eigene heile Welt nicht nur hoffen, sondern darauf vertrauen. Es geht nicht darum, die ganze Welt zu verändern, es geht darum, die eigene Welt und den eigenen Wirkungskreis als Gestaltungsraum zu erkennen. Damit wird der Grundstein für den Wandel auf der Erde gelegt.
Das Steirische Vulkanland mit all seinen Bürgern lebt diese Vision. Es hat gemeinsam mit den Menschen eine neue Wirklichkeit geschaffen. Ein gutes Fundament für eine verheißungsvolle Zukunft. Der Wandel von der Grenzregion hin zum Steirischen Vulkanland ist vorbildlich gelungen. Eine Region gibt sich ihre Würde und ihren Wert zurück. Viele weitere Regionen und Lebenswelten sind eingeladen, diesem Beispiel zu folgen und so ihre eigene heile Welt zu schaffen.
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