Titz setzt auf die Sonne

erstellt von Roman Schmidt, am 27. Juli 2012 Kategorie: Allgemein,Energievision Keine Kommentare

Gemeinsam mit Elektro Ramert baute Johann Titz eine Mega-Fotovoltaikanlage.

Günther Ramert sieht die Investition in eine Fotovoltaikanlage unabhängig von Förderungen als lukrative Alternative zum schlecht verzinsten Sparbuch: „Erst gestern hatten wir drei Kunden, die sich unmittelbar nach einem Bankgespräch über den Bau einer Fotovoltaikanlage informierten. Beim aktuellen Zinssatz ist die Investition in eine Anlage auch ohne Förderung attraktiv.“ Der Elektrounternehmer baute auf dem Dach von Geflügel Titz in Rohr die zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme größte Anlage des Raabtals.
Die technischen Daten beeindrucken: 198,72 kWp Leistung sorgen im Jahr für prognostizierte 222.517 Kilowattstunden Sonnenstrom. Die damit vermiedene CO2-Emission beläuft sich auf rechnerische 197 Tonnen jährlich. Insgesamt werden bei Geflügel Titz damit 20 Prozent des Stromverbrauchs gedeckt. „Wir haben noch Potenzial“, denkt Johann Titz bereits an die Zukunft. Das Ziel des Familienunternehmens ist die Energieunabhängigkeit. Der in Rohr ansässige Geflügelschlachthof hält in Österreich 20 Prozent Marktanteil und zählt zu den größten Arbeitgebern der Region. Die nachhaltige Produktion ist Johann Titz ein großes Anliegen. Titz denkt bereits laut über die Erweiterung nach. „Wir haben nicht nur werktags enormem Stromverbrauch, sondern auch am Wochenende. Dann wird zwar nicht produziert, aber die Kühlanlagen laufen.“
Den Gesamtverbrauch mit eigener Fotovoltaik abzudecken, ist für Johann Titz ein erklärtes Ziel. „Wir streben für unsere Produktion einen möglichst niedrigen ökologischen Fußabdruck an. Die Reduktion des CO2-Verbauchs spielt dabei eine zentrale Rolle. Die 1.366 m² Fotovoltaik helfen uns dabei“, erklärt Titz.

 

Lukrative Investition

Für Ramert sind große Unternehmen mit ausreichend Dachfläche prädestiniert, ein Stromkraftwerk auf ihr Dach zu setzen. Gerade bei großem Tagesstromverbrauch biete sich die Eigenversorgung an. „Die Firma Titz hat nicht nur eine der größten Anlagen am Dach, sondern mit Europas größtem Modulhersteller Rec-Asa auch das wie in Testberichten bestätigt leistungsstärkste Modul in Verwendung“, ist der Feldbacher Elektro-Unternehmer stolz. Sohn Heinz Ramert hat das Mega-Projekt in der Umsetzung begleitet. Die Anlage am Dach von Geflügel Titz ist die vorerst größte montierte Anlage des Unternehmens. Dass in den kommenden Monaten und Jahren ähnliche Anlagendimensionen umgesetzt werden, davon gehen die Fotovoltaikexperten aus. Die Investition ist längst lukrativ. „Selbst mit Fremdkapital finanzierte Stromkraftwerke werden angesichts des gegenwärtigen Zinsniveaus und der Unsicherheit auf den Finanzmärkten zur überlegenswerten Option“, ist Günther Ramert überzeugt.

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