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	<title>Werbeagentur Conterfei &#187; Liebe</title>
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		<title>Die Kultur des Sterbens</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 16:17:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman Schmidt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Freude]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Region]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
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		<description><![CDATA[Gerne wird der Tod weggeschoben, tabuisiert, möglichst wenig darüber gesprochen. Doch er ist unerschütterliche Gewissheit. Wenn es darum geht, Abschied von geliebten Menschen zu nehmen, können wir im Steirischen Vulkanland auf eine sehr hohe Kultur stolz sein. Sie ist unendlich wertvoll. Rituale helfen uns, die Trauer auszuleben, sie zu verarbeiten. Viele meinen, es sei viel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerne wird der Tod weggeschoben, tabuisiert, möglichst wenig darüber gesprochen. Doch er ist unerschütterliche Gewissheit. Wenn es darum geht, Abschied von geliebten Menschen zu nehmen, können wir im Steirischen Vulkanland auf eine sehr hohe Kultur stolz sein. Sie ist unendlich wertvoll. Rituale helfen uns, die Trauer auszuleben, sie zu verarbeiten.</p>
<p>Viele meinen, es sei viel zu organisieren, wenn der Vater, die Mutter, Verwandte, Freunde oder gar unerwartet Kinder oder Enkerl sterben. Die Kirche, die Bestattung, Partezettel, die Trauergemeinschaft einladen und vieles mehr erscheint uns aus der Distanz als große Belastung. Doch die Anteilnahme der Menschen und die Hilfsbereitschaft von Verwandten, Nachbarn und Freunden sind überwältigend. Mit wenigen Worten und Telefonaten sind Menschen zur Stelle, die aus einem natürlichen Selbstverständnis heraus Verantwortung übernehmen und sich mit ganzer Kraft und großem Können einbringen.</p>
<p>Das ist Ausdruck einer außergewöhnlichen Lebenskultur unserer Region. Wir haben den Bezug zum Tod nicht verloren, wir haben den Umgang mit ihm über viele Generationen bewusst gelebt und verfeinert. Die Riten der Kirche helfen uns, die so wichtigen Meilensteine des Lebens in ihrer tiefen Bedeutung wahrzunehmen und zu beachten. Einer dieser „Meilensteine“ in der kirchlichen Mystik ist schließlich auch der Tod.</p>
<p>In unserer materiellen Welt wird das Spirituelle allzu oft weg geschoben. So lange, bis etwas unwiederbringlich verloren ist. Wir sollten wieder lernen, bewusster mit dem Sterben umzugehen. Die liebevolle Begleitung, das bewusste Gespräch darüber, das Erkennen des Zeitpunktes des Abschieds und die Riten der Kirche helfen uns, das Unvermeidliche anzunehmen. Familien, die mit ihren Lieben gemeinsam die letzten Stunden und Minuten verbringen, erfahren eine Erlösung, Erleichterung, erfahren tiefes Verständnis und Liebe. Das Sterben wird so zu einer Art „Fest“, ein Fest der Freude darüber, die letzten Momente und Atemzüge gemeinsam erlebt haben zu dürfen. Zeugnis einer hohen Lebenskultur. Zeugnis großer Wertschätzung. Zeugnis einer Gemeinschaft im Leben, die der Tod nicht zu trennen vermag.</p>
<p>Das Sterben ist kein Tabuthema. Es ist Teil unseres Alltags. Lernen wir auch dieses Kapitel im Leben zu schätzen, lernen wir den Umgang mit dem Sterben und erkennen wir so am Sterbebett eine Beziehung, die weit über den Tod hinausreicht.</p>
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		<title>Unsere größte Angst</title>
		<link>http://www.conterfei.at/unsere-groste-angst/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 08:10:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
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		<category><![CDATA[Angst]]></category>
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		<category><![CDATA[Liebe]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Zeilen sollen als Inspiration dienen. Von Marianne Wiliamson geschrieben, dienten sie auch als Schlüsselelement im auf Thomas Carter basierenden Film &#8220;Coach Carter&#8221; und sind Nelson Mandela ein Leitspruch. Our Deepest Fear by Marianne Williamson from A Return To Love: Reflections on the Principles of A Course in Miracles „Our deepest fear is not that [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Zeilen sollen als Inspiration dienen. Von Marianne Wiliamson geschrieben, dienten sie auch als Schlüsselelement im auf Thomas Carter basierenden Film &#8220;Coach Carter&#8221; und sind Nelson Mandela ein Leitspruch.</p>
<p>Our Deepest Fear</p>
<p>by Marianne Williamson from A Return To Love: Reflections on the Principles of A Course in Miracles</p>
<p>„Our deepest fear is not that we are inadequate. Our deepest fear is that we are powerful beyond measure. It is our light, not our darkness that most frightens us. We ask ourselves, Who am I to be brilliant, gorgeous, talented, fabulous? Actually, who are you not to be? You are a child of God. Your playing small does not serve the world. There is nothing enlightened about shrinking so that other people won&#8217;t feel insecure around you. We are all meant to shine, as children do. We were born to make manifest the glory of God that is within us. It&#8217;s not just in some of us; it&#8217;s in everyone. And as we let our own light shine, we unconsciously give other people permission to do the same. As we are liberated from our own fear, our presence automatically liberates others.“</p>
<p>&#8220;Unsere tiefste Angst ist nicht, daß wir unzulänglich sind. Unsere tiefste Angst ist, daß wir grenzenlos machtvoll sind. Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, das uns erschreckt. Wir fragen uns, wer bin ich denn, um brilliant, wunderschön, talentiert und fantastisch zu sein? Eigentlich, wer bist du um dies nicht zu sein? Du bist ein Kind GOTTES! Dein dich selbst Kleinmachen dient der Welt nicht! Da ist nichts Erleuchtendes am Schrumpfen, so daß andere sich nicht unsicher fühlen in deiner Gegenwart. Wir sind geboren, um die Herrlichkeit Gottes in uns zu manifestieren. Das ist nicht nur in einigen von uns; es ist in jedem. Dadurch daß wir unser Licht scheinen lassen, geben wir anderen Menschen unbewußt die Erlaubnis das Gleiche zu tun. Dadurch daß wir uns befreien von unser eigenen Angst, befreit unsere Gegenwart automatisch andere.&#8221;</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/EkdgK3adrmw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/EkdgK3adrmw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Unser Vater</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 06:30:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman Schmidt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>

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		<description><![CDATA[Unser Vater starb an einem Sonntag &#8211; trotz seiner Schmerzen in Würde und wie es seine Art war, ohne großes Aufsehen zu erregen, ganz leise. Er hörte einfach auf zu atmen; damit sein Geist den nicht mehr zum Leben fähigen Körper verlassen konnte. Unser Vater war ein großer Mann. Schon als Kind bewunderte ich seine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unser Vater starb an einem Sonntag &#8211; trotz seiner Schmerzen in Würde und wie es seine Art war, ohne großes Aufsehen zu erregen, ganz leise. Er hörte einfach auf zu atmen; damit sein Geist den nicht mehr zum Leben fähigen Körper verlassen konnte.</p>
<p>Unser Vater war ein großer Mann. Schon als Kind bewunderte ich seine mächtigen Hände, die in der Werkstatt mit enormem Feingefühl fast alles, was im Haus aufhörte zu funktionieren, reparieren konnten. Sich selbst vermochte er nicht mehr zu reparieren. Die Kraft verließ in nach Monaten des Leidens zusehends.</p>
<p>Dabei wollte er doch leben. 96 Jahre alt wolle er schon werden, meinte er zum Arzt, als der eine überlange Nadel in seinen Rücken bohrte, um ihm das Wasser aus der Lunge zu holen. Sein Körper konnte ihm den Wunsch nicht erfüllen. Sein Körper war seinem starken Geist nicht gewachsen.</p>
<p>Unser Vater war ein Kämpfer. Er hat sein Leben nicht leichtfertig aufgegeben. Bis zur letzten Sekunde wollte er es behalten, wollte mitreden, wollte da sein. Es gelang ihm. Er war da. Für uns alle. Immer.</p>
<p>Unser Vater war kein großer Redner. Es brauchte keine Worte, um uns offenen Herzens erkennen zu lassen, dass er uns mit aller Kraft liebte. Er genoss es, seinen Buben zuzuschauen, wie sie sich ihr eigenes Leben bauten. Er wurde auf keiner Baustelle vermisst. Wo etwas geschaffen wurde, war er dabei. Stolz war er, wenn seine Kinder in seinem Sinne, so kraftvoll wie er, etwas schufen.</p>
<p>Unser Vater hatte keine leichte Kindheit, Krieg und Armut begrüßten ihn in dieser Welt. Zärtlichkeit zählte nicht zum Alltag seiner Jugend. Alles was er hatte, musste er sich erkämpfen, nur nicht seine Frau. Ihre Liebe konnte er gewinnen. Und das tat er auch. Er hatte das unglaubliche Glück, dass diese Liebe nie mehr in seinem Leben verloren ging. Alois und Rosa Schmidt gab es nur im Doppelpack.</p>
<p>Seine Rosa liebte er über alles. Ohne sie konnte er keinen Schritt tun, keine Arbeit verrichten. Keine kochte besser als sie. Kein Mensch war ihm an seiner Seite lieber.</p>
<p>Mit ihr schenkte er fünf Buben das Leben. Für seine Familie arbeitete er hart, baute ein Haus, schuf eine Existenz und sparte eisern, um seinen Kindern am Ende seiner Tage keine Last zu werden.</p>
<p>Wir mussten keinen Hunger leiden und durften dennoch lernen, wie wertvoll Lebensmittel sind. Gemeinsam mit unserer Mutter schuf er auf seinem kleinen Grundstück den Garten Eden. Die Bewirtschaftung schien gemessen an seiner Freude ein Kinderspiel. Das war es aber nicht.</p>
<p>Unser Vater lehrte uns, dass nichts selbstverständlich ist. Dass alles geschaffen und gekauft werden muss. Er lehrte uns die Achtsamkeit; in allem, was er tat.</p>
<p>Unser Vater starb an diesem Sonntag; dort, wo er am glücklichsten war: zuhause. So sagen wir dir: „Danke, dass wir dich zum Vater haben dürfen. Du bleibst uns unvergessen. Deine Kraft lebt in uns weiter. Dein Vermächtnis ist das eines großen Mannes. Wir lieben dich in Ewigkeit.“</p>
<p><em>Unser Vater starb am 31. Jänner um 12 Uhr 30.</em></p>
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