Mehr Wertschätzung und weniger Panik

erstellt von Roman Schmidt, am 16. März 2010 Kategorie: Inspiration Keine Kommentare

Auf dem Niveau von 2005 seien wir im Zuge der Krise zu liegen gekommen – wirtschaftlich, also nach von Ökonomen festgesetzten Kriterien. Das schreckt mich jetzt nicht wirklich. 2005 war für mich ein gutes Jahr. Unabhängig davon macht mir aber eines noch mehr Unbehagen, als die ständige Panikmache in puncto Wirtschaftswachstum, nämlich die grundsätzlich reduzierte Bewertung von Wohlstand bzw. die Reduzierung auf das permanente Wachstum. Ganzheitlicher Wohlstand lässt sich kaum in Prozentpunkten messen. Da gibt es noch andere Faktoren: etwa die gute Küche zuhause, der eigene Hausgarten, das Gemeinschaftsleben etwa in der Gemeinde, Freizeit, Familienarbeit (ohne gesellschaftliche Bewertung und dennoch essentiell für die Zukunftsfähigkeit), die gute Grundversorgung dank jener Institutionen, die unser (subjektives) Sicherheitsgefühl steigern (etwa das Rote Kreuz oder die Feuerwehr). Auch und insbesondere menschliche Komponenten sind es, die uns reich oder eben arm machen. Die BIP-Hörigkeit lenkt unsere Aufmerksamkeit in eine Richtung, die langfristig in eine Sackgasse führt. Eine interessante Lektüre dazu ist der Artikel im Format vom 8. Jänner mit dem bezeichnenden Titel: Wohlstand ohne Wachstum. Ein Tipp: Auf google “Wohlstand ohne Wachstum” eingegeben bringt interessante Ergebnisse zur Vertiefung, auch der Wertschätzung für das nicht im BIP Abgebildete.

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