Magie der Sprache
Die Sprache ist einem ständigen Wandel unterworfen. Die veränderte Sprache ist aber nicht die Wirkung des Wandelprozesses, sondern vielmehr auch wesentliche Ursache. Die Beobachtung der gesellschaftlichen Wortwahl lässt Rückschlüsse auf die Entwicklung zu. Nicht nur das Fehlverhalten gieriger Banker katapultierte uns in die Krise, sondern auch die konsequente Berichterstattung, medial und von Mund zu Mund, über die wohl unvermeidlichen Konsequenzen. Am Beispiel der Regionen lässt sich erkennen, dass das Eigene im Sprachgebrauch über Jahrzehnte ins Hintertreffen geriet. Das Fremde, Globale, das Andere wurde zunehmend interessanter. Die eigene Heimat war in den Augen der Menschen unattraktiv. Ländliche Räume attestierte man geringe Zukunftsfähigkeit.
Der gesamte Sprachgebrauch richtete sich am Globalen aus. Das Globale gewann an Bedeutung. Das Regionale drohte in der sprachlichen Achtlosigkeit unterzugehen. Menschen, Unternehmen und Regionen sind gut beraten, das Eigene wertzuschätzen – insbesondere im Sprachgebrauch. Das ist die “einfachste” und wohl auch effektivste Möglichkeit, die eigene Entwicklung positiv zu beeinflussen und die Zukunft zu gestalten. Das betrifft nicht nur den persönlichen Lebensbereich. Die Veränderung der eigenen Sprache verändert auch das Umfeld – oft umfassender als man zu vermuten wagen würde.
So hoffe ich 2010 auf viele gute Gedanken und eine wertschätzende Sprachwahl in Politik und Gesellschaft, reginonal und überregional. Globaler Wohlstand braucht die regionale Zuwendung, denn alle Regionen gemeinsam sind unsere Welt. Durch das eigene regionale Wohl werden wir erst befähigt, überregional zu wirken. Das eigene menschliche, persönliche Wohlbefinden versetzt uns erst in die Lage, auf die Nöte und Probleme andere zu achten und zu helfen.
Ein Kommentar

Auch die Sprache des Steirischen Vulkanlandes gerät immer mehr ins Hintertreffen… um diesen Schatz für immer zu bewahren gibt es unter http://www.mundart.vulkanland.at eine Sammlung mit über 6.000 Hörbeispielen.