Lebensmittel … punkt
Unser Umgang mit Lebensmitteln lässt zu wünschen übrig. Das gilt nicht nur für Großbritannien, wie die folgenden Zeilen zeigen, sondern auch für Österreich, wenngleich nicht in dieser Dramatik.
Während in Wien soviel Brot weggeschmissen wird, wie Graz zur Versorgung bräuchte, sind die Kinder in Kambodscha (Bericht Kleine Zeitung, 29. Juni 2008, Seite 2 und 3) traurig, wenn die Ferien beginnen. Sie bekommen nämlich in der Schule ein Schälchen Reis; für viele Kinder die einzige Mahlzeit des Tages.
In etwa 30 % der in Großbritannien verkauften Kartoffeln landen im Abfall. Bauern und Lebensmittelproduzenten werfen rund 1 Mio. Tonnen Kartoffeln weg. Zwischen 40 und 60 % aller in Europa gefangenen Fische werden ins Meer zurück geworfen (allerdings tot). Der Marktwert der weggeworfenen Fische – allein der drei wichtigsten Speisefischarten Großbritanniens – beträgt dabei etwa 80 Mio. Euro. Die Briten werfen jährlich etwa 484 Mio. Joghurt-Packungen weg. Viele davon ungeöffnet und oft unverdorben, nur weil das Datum abgelaufen ist. Also ohne zwingende Notwendigkeit. Fast die Hälfte der Früchte und Gemüse, die für die Supermärkte kultiviert werden, kommen nie in den Läden an. Oft ist der Grund nur die falsche Grösse oder ein vom Sortenstandard abweichendes Aussehen.
(Quelle: Marktforschungsgruppe Biffa)
Laut Globalisierungskritiker Klaus Werner-Lobo könnte die Erde 12 Milliarden Menschen satt machen. Dennoch sterben tagtäglich 24.000 Kinder an Hunger.
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