Es lebe die Regionalwirtschaft

erstellt von Roman Schmidt, am 1. März 2010 Kategorie: Kolumne Keine Kommentare

Globale Konzerne sind nicht bedarfs- sondern profitorientiert. Der Prozentpunkt ist in einer zügellosen Globalwirtschaft wichtiger als Arbeitsplätze oder Nachhaltigkeit. Die Banken lassen sich neuerdings in den Wirtschaftsteilen der Tageszeitungen wieder als Millionen-Euro-Gewinner feiern. Von Krise keine Spur; von Verantwortung, Gewinnverteilung, Kreditliberalisierung auch nicht.

Eine Diskussionsrunde im Dorfhaus Auersbach anlässlich der Filmwochen hat klar gezeigt: Die Menschen sehnen sich nach Überschaubarkeit, nach Vertrauen, nach einem echten Bekenntnis zu Region und Regionalität. Kleine Unternehmen sind keine Shareholder-Value-Optimierer. Klein- und Mittelbetriebe sind ihren Arbeitsplätzen verpflichtet, investieren brav in doppelt und dreifach durchgerechnete Zukünfte, denen reale Substanz und regionale Märkte gegenüberstehen. Die Regionalwirtschaft im Steirischen Vulkanland hat sich zum Ziel gesetzt, jene Unternehmen ins Zentrum zu stellen, die weder Firmenwerte an Aktienmärkten verhökern, noch Mitarbeiter leichtfertig auf die Straße setzen, um die eigene Rendite in die Höhe zu treiben. In der Regionalwirtschaft zählen Unternehmer, die nicht fordernd vor Ministerien stehen, um Staatshilfe zu beantragen, sondern ihre überzähligen Euros tapfer in Arbeitskräfte und Produktionen investieren. Hoch lebe die Regionalwirtschaft!

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